Kein Beschluss ohne Nachweis: Der Board Resolution Manager

Jeder Beschluss formal korrekt, jede Freigabe dokumentiert, jede Unterschrift eingeholt – mit Ihren bestehenden Tools

Beschlüsse der Geschäftsführung binden das Unternehmen – bei Bestellung oder Abberufung von Geschäftsführern, Verträgen oberhalb der Zeichnungsgrenze, Finanzierungen oder konzerninternen Vereinbarungen. Ihre Belastbarkeit hängt an der Form: Wer musste zustimmen, wer hat zugestimmt, wer durfte unterschreiben? Fehlt an dieser Kette ein Glied, ist der Beschluss angreifbar, und das Risiko tragen die Geschäftsführer, die ihn gefasst haben. Trotzdem wird in der Praxis oft noch improvisiert: Der Text entsteht in Word aus dem letzten Beschluss, den noch jemand auf der Festplatte hatte, die Formalien werden aus dem Gedächtnis angewendet. Zustimmungen und Anlagen verstecken sich in einer E-Mail-Kette. Fragt dann ein Notar, ein Wirtschaftsprüfer oder das Registergericht, wie der Beschluss zustande gekommen ist, muss die Antwort rekonstruiert werden und bleibt oft unvollständig.

Dieses Vorgehen ist keine Nachlässigkeit. Stattdessen lässt sich das Volumen mit einem manuellen Prozess einfach nur noch schwer bewältigen. Genau hier setzt der Board Resolution Manager an: Er überführt die Improvisation in einen Prozess, der sich präzise nach Ihrem Gesellschaftsvertrag und Ihrer Geschäftsordnung richtet. Der Freigabeweg ist in diesem Prozess vorgegeben; ein Antragsteller wählt lediglich aus, welche Fachbereiche der jeweilige Beschluss betrifft. Jeder Entscheider erhält den Beschluss samt Anlagen und wählt zwischen drei Optionen: freigeben, unter Vorbehalt freigeben oder mit Begründung ablehnen. Ist die letzte Stufe durchlaufen, geht der Beschluss mit allen Anlagen in die E-Signatur und wird strukturiert abgelegt. Der Nachweis, wie die Entscheidung zustande gekommen ist, entsteht dabei von selbst und muss nicht später rekonstruiert werden.

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Auf einen Blick

  • Formal korrekte Beschlussdokumente, erzeugt aus einer von Ihrer Rechtsabteilung freigegebenen Vorlage
  • Transparente Freigabekette: wer freigeben muss, wer freigegeben hat, was noch offen ist
  • Zeichnungsregeln werden automatisch angewendet
  • Automatische Übergabe an die E-Signatur samt allen Anlagen
  • Umlauf- und Präsenzbeschlüsse in einem System, mit Erinnerungen und Eskalation
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Gerne zeigen wir Ihnen in einem kurzen Gespräch, wie der Board Resolution Manager einen Ihrer eigenen Beschlüsse abbildet – vom ersten Entwurf bis zur abgelegten Unterschrift. Buchen Sie direkt eine Demo oder hinterlassen Sie einfach Ihre Kontaktdaten, wir melden uns zeitnah bei Ihnen.

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Der Board Resolution Manager im Detail:

Vom ersten Entwurf bis zur abgelegten Unterschrift

Ein Board Resolution Manager könnte, als eher komplexer Fall, folgendermaßen ausgestaltet sein: Der Antragsteller erfasst die Grunddaten – Thema, Beschlussart (Umlauf- oder Präsenzbeschluss), zuständiger Geschäftsführer, Antragsteller und betroffene Gesellschaft – und daraus entsteht das formale Beschlussdokument aus einer rechtlich geprüften Vorlage. Der Beschluss selbst bleibt schlank: Er nennt den Gegenstand und den formalen Rahmen. Der Entscheidungstext und alle Unterlagen – PDFs, Präsentationen, Verträge – laufen als Anlagen mit. Genau das macht es möglich, mit einer einzigen geprüften Vorlage jedes Thema abzudecken.

Von dort folgt der Beschluss dem Weg, der für ihn hinterlegt ist. Die Pflichtstufen stehen fest, der Antragsteller ergänzt nur die betroffenen Fachbereiche. Jeder Entscheider sieht den Beschluss mit allen Anlagen und trifft eine von drei Entscheidungen: freigeben; unter Vorbehalt freigeben, wobei er den Vorbehalt als Freitext formuliert, der mit dem Beschluss weiterläuft; oder mit Begründung ablehnen. Eine Ablehnung erreicht den Antragsteller unmittelbar, und er entscheidet, wie es weitergeht – den Beschluss trotzdem weiterlaufen lassen und den Einwand der nächsten Stufe zur Bewertung überlassen, oder einen neuen Entwurf erstellen, der den Beschluss wieder öffnet und erneut allen Fachbereichen vorlegt. Jede Version, jede Entscheidung und jeder Vorbehalt bleiben erhalten.

Haben die Fachbereiche freigegeben, geht der Beschluss in die formale Prüfung – typischerweise beim Group Director Legal oder beim General Counsel – und, wenn so konfiguriert, vor der Unterschrift noch an die Geschäftsführung selbst. Beim Umlaufbeschluss löst die letzte Freigabe den Signaturlauf aus: Beschluss und Anlagen gehen an die E-Signatur, werden den erforderlichen Zeichnungsberechtigten vorgelegt, unterschrieben und zurückgeliefert. Beim Präsenzbeschluss liefert derselbe Prozess einen vollständig freigegebenen Beschluss in die nächste Sitzung, wo er gefasst und unterschrieben wird. In beiden Fällen wird er unter einheitlichem Namen und einheitlicher Nummer abgelegt und erscheint im Beschlussregister mit seiner eigenen Historie – Entwürfe, Entscheidungen, Vorbehalte, Unterschriften. Eine Übersicht zeigt alle offenen Beschlüsse, die Stufe, auf der sie stehen, und wer sie aufhält; Erinnerungen und Eskalation übernehmen die Entscheider, die nicht reagieren.

Nicht jeder Beschluss braucht die gesamte Geschäftsführung, und der Workflow berücksichtigt das. Die Zeichnungsregeln sind nach Beschlussart, Wertgrenze oder Thema hinterlegt – etwa der für den Bereich zuständige Geschäftsführer plus die Personalleitung bei Personalthemen unterhalb einer definierten Grenze – und der richtige Kreis der Zeichnungsberechtigten wird automatisch ermittelt. Niemand muss nachsehen, wer im konkreten Fall zeichnungsbefugt ist, und niemand unterschreibt, der es nicht hätte tun dürfen. Solche Regelungen sind meist gut geschrieben und schlecht angewendet, weil sie nie in einen Prozess überführt wurden – das ändert sich mit dem Board Resolution Manager.

Der oben beschriebene Ablauf ist beispielhaft und basiert auf unseren Kundenprojekten. Die Bausteine ähneln sich von Projekt zu Projekt, Anordnung und Ausgestaltung variieren. Manche Unternehmen benötigen nur den kurzen Dienstweg – berechtigte Antragsteller stellen den Antrag, die Geschäftsführer geben frei oder lehnen ab, fertig. Andere implementieren die vollständige Kette über mehrere Gesellschaften, mit unterschiedlichen Zeichnungsregeln je Gesellschaft. Welche Stufen verpflichtend sind, was der Antragsteller wählen darf, ob Entscheider parallel oder nacheinander gefragt werden, wie viel Zeit ein Entscheider hat, bevor eine Erinnerung herausgeht – all das ist Konfiguration, eingerichtet nach Ihrem Gesellschaftsvertrag, Ihrer Geschäftsordnung und Ihren Zeichnungsregeln. Wo diese Dokumente eine Frage offenlassen, klären wir diese vor dem Projekt.

Projektablauf und Kosten

Der Board Resolution Manager läuft auf Basis der Power Platform in dem Microsoft 365, das Sie bereits haben. Ein neues Softwareprodukt ist damit nicht nötig, und mit ihm entfallen Beschaffung und Sicherheitsprüfung für einen weiteren Cloud-Dienst: Ihre Daten bleiben in Ihrem Tenant, der Zugriff folgt Ihrem bestehenden Identitätsmanagement. Die Unterschrift läuft über die eSignature-Lösung Ihrer Wahl, etwa DocuSign. Setzen Sie bereits BRYTER ein, bauen wir dieselbe Lösung auch dort.

Den Implementierungsprozess beginnen wir mit Ihrem heutigen Beschlussprozess: wie ein Beschluss heute zu Stande kommt, wer ihn vor der Unterschrift tatsächlich bestätigt und was Ihre Geschäftsordnung und Ihre Zeichnungsregeln wirklich verlangen. Vorlagen und Freigabestufen definieren wir gemeinsam mit Ihrer Rechtsabteilung. Anschließend pilotieren wir, begleiten den Start und übergeben danach an Ihr Team oder übernehmen die langfristige Betreuung.

  • Einmalig: ab 12.000 Euro – eine Projektgebühr zum Festpreis, keine Lizenz pro Mitarbeiter und Jahr, einschließlich der vollständigen Umsetzung durch die Automatisierungsberater von NodeMasters
  • Laufend: im Wesentlichen Ihre bestehenden Microsoft-Lizenzen, dazu die Envelopes Ihrer eSignature-Lösung. Je nach Vertrag können einzelne Funktionen ein Upgrade erfordern – etwa Power Apps oder Power Automate Premium, wenn bestimmte Konnektoren oder Dataverse ins Spiel kommen. Wir klären das mit Ihnen vor Projektbeginn. Fallen Kosten an, liegen diese meist im unteren dreistelligen Bereich pro Jahr.
  • Vorlagen, Freigabestufen, Zeichnungsregeln und Eskalationsfristen sind so gebaut, dass Ihr Team sie selbst pflegen kann. Lediglich strukturelle Änderungen berechnen wir nach Aufwand.
Three NodeMasters co-founders (Thom, Steffen & Wolfgang) stood in a line in front of an exposed concrete background, dressed in sweaters and white shirts, smiling at the camera.

Eigene Ideen?

Gerne sprechen wir mit Ihnen über Ihre Digitalisierungsideen und entwerfen gemeinsam die nächsten Schritte.
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