Verfahren im Blick, Rückstellungen im Griff: Litigation Reporting

Konzernweites Register aller Verfahren, laufend aktualisiert – Grundlage für Rückstellungen, Abschlussprüfung und Managemententscheidungen

Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten entstehen nicht in der Buchhaltung. Sie ergeben sich aus der Summe vieler Einzelbewertungen, die die jeweils zuständigen Juristen in den Gesellschaften vornehmen: Wie wahrscheinlich ist ein Abfluss, wie hoch wäre er, was hat sich seit dem letzten Stichtag geändert? Die Grundlage dieser Zahlen ist in den meisten Unternehmen eine Excel-Liste und eine E-Mail-Runde, die vor jedem Quartalsende durch alle Gesellschaften und Länder geht: Antworten kommen dann unvollständig oder verspätet, nicht erfasste Verfahren bleiben unentdeckt und beim Zusammenführen entstehen Fehler. Die Folge: Entscheidungen auf ungenauer Datengrundlage und im schlimmsten Fall Probleme bei der nächsten Wirtschaftsprüfung.

Litigation Reporting ersetzt Liste und E-Mail-Runde durch ein zentrales Register, das die für die Verfahren verantwortlichen Juristen selbst pflegen. Jedes Verfahren wird mit den Daten angelegt, auf die es später ankommt: beteiligte Gesellschaften und ihre Rolle, Gegenseite, Gericht oder Schiedsinstanz, Streitwert oder geltend gemachter Betrag, Rückstellungsbedarf, Verfahrensstand, mandatierte Kanzleien und der zuständige interne Jurist. Jede Aktualisierung trägt Datum und Verfasser, ob Termin, geänderter Betrag oder hochgeladenes Urteil. Vor dem Quartalsende fragt die Anwendung die Fallverantwortlichen über alle Gesellschaften, Länder und Fachbereiche hinweg selbst ab, erinnert automatisch und zeigt ausstehende Antworten an. Ist die Runde geschlossen, wird der Bericht automatisch erzeugt: offene Verfahren, Veränderungen zum Vorquartal, Streitwerte und Rückstellungen je Gesellschaft. Dasselbe zeigt ein Power BI Dashboard auch live zwischen den Stichtagen an.

Beckman CoulterThe logo of StihlFintelTHe logo of EnBWHellmann Worldwide LogisticsVaillant Group

Auf einen Blick

  • Ein konzernweites Register aller Verfahren, geführt von denen, die sie betreuen
  • Einheitliche Felder und einheitlicher Verfahrensstand über alle Gesellschaften
  • Streitwerte und Rückstellungsbedarf je Verfahren und in Summe, jederzeit belastbar für Finance und den Wirtschaftsprüfer
  • Aktualisierungen mit Datum und Verfasser
  • Quartalsbericht aus dem Register erzeugt, mit Erinnerungen und sichtbarem Rücklauf je Gesellschaft
  • Power BI Dashboard für die Geschäftsführung: Portfolio, Entwicklung der Rückstellungen, überfällige Verfahren
  • Gebaut auf Ihrem Microsoft 365 oder BRYTER
Litigation Reporting live erleben
Demo vereinbaren

Gerne zeigen wir Ihnen, wie Litigation Reporting Ihr Verfahrensportfolio abbildet: vom einzelnen Verfahren bis zum fertigen Quartalsbericht. Buchen Sie direkt eine Demo.

Vielen Dank! Wir werden uns mit weiteren Informationen bei Ihnen melden
Oops! Something went wrong while submitting the form.

Litigation Reporting im Detail:

Vom einzelnen Verfahren zum Quartalsbericht

Was im Register steht, wird an zwei Stellen verbindlich. Für Verfahren mit wahrscheinlicher Inanspruchnahme ist eine Rückstellung zu bilden und zu jedem Stichtag neu zu bewerten, nach § 249 HGB ebenso wie nach IAS 37; für die übrigen kann eine Angabe im Anhang erforderlich sein. Und der Wirtschaftsprüfer verlangt für die wesentlichen Verfahren die Einschätzung der Rechtsabteilung, häufig zusätzlich die der mandatierten Kanzlei. Ein Register mit datierten Einträgen je Verfahren ist die Grundlage für beides.

Der Quartalszyklus ersetzt die E-Mail-Runde. Wird er geöffnet, sieht jeder Fallverantwortliche seine eigenen Verfahren und bestätigt oder aktualisiert sie bis zu einem Stichtag. Erinnerungen gehen automatisch heraus, und die Konzernrechtsabteilung sieht den Rücklauf je Gesellschaft. Mit dem Schließen des Zyklus entsteht der Bericht in der vereinbarten Form. Im Register bleibt dabei protokolliert, wer welchen Stand wann bestätigt hat.

Wer welche Verfahren sieht, folgt Ihrer Struktur: die Gesellschaft ihre eigenen, die Konzernrechtsabteilung alle, Finance die Beträge. Auch der Umfang ist wählbar. Die kleine Fassung ist ein Register mit Quartalsbestätigung und erzeugtem Bericht und ersetzt damit Liste und E-Mail-Runde. Die große Fassung ist ein laufend geführter Fallverlauf, in dem jede Entwicklung erfasst wird, sobald sie eintritt, sodass das Dashboard jederzeit den aktuellen Stand zeigt. Die meisten Kunden beginnen klein und wachsen in die zweite Fassung hinein.

Dashboard und KI-Zusammenfassungen

Das Dashboard zeigt das Portfolio, ohne dass jemand es zusammenstellt: Anzahl und Volumen der offenen Verfahren je Gesellschaft, Verfahrensstand, Art der Gegenseite und Kanzlei; die Entwicklung der Rückstellungen über die Quartale; neu eröffnete und abgeschlossene Verfahren samt durchschnittlicher Laufzeit; Verfahren, deren letzte Aktualisierung zu lange zurückliegt. Damit werden Fragen beantwortbar, die eine Excel-Liste nicht beantwortet: Welche Gesellschaft erzeugt die Streitigkeiten, welche Gegenseiten kommen wieder, wie lange laufen Verfahren, wo bewegen sich die Rückstellungen.

Optional hält eine KI-Schicht je Verfahren eine aktuelle Zusammenfassung in normaler Sprache vor: worum es geht, wo das Verfahren steht, was seit dem letzten Bericht passiert ist. Sie entsteht aus den strukturierten Daten, dem Verlauf der Aktualisierungen und den hinterlegten Dokumenten. Die Verarbeitung läuft in Ihrem eigenen Microsoft-Tenant, die Verfahrensdaten verlassen diesen nicht.

Projektablauf und Kosten

Litigation Reporting läuft auf Basis der Power Platform in dem Microsoft 365, das Sie bereits haben: das Register in SharePoint oder Dataverse, Erfassung und Aktualisierung in Power Apps, der Quartalszyklus in Power Automate, das Dashboard in Power BI. Ein neues Softwareprodukt ist damit nicht nötig, und mit ihm entfallen Beschaffung und Sicherheitsprüfung für einen weiteren Cloud-Dienst: Ihre Verfahrensdaten bleiben in Ihrem Tenant, der Zugriff folgt Ihrem bestehenden Identitätsmanagement. Setzen Sie bereits BRYTER ein, bauen wir dieselbe Lösung auch dort.

Wir beginnen mit Ihrer heutigen Liste und Ihrem heutigen Quartalsende: welche Angaben Sie je Verfahren führen, welche davon Finance und der Wirtschaftsprüfer brauchen und wo die Abfrage heute hängt. Felder, Verfahrensstände und Berichtsform legen wir gemeinsam mit Legal und Finance fest. Danach übernehmen wir die laufenden Verfahren ins Register, begleiten den ersten Zyklus im Tool und übergeben anschließend an Ihr Team oder übernehmen die langfristige Betreuung.

  • Einmalig: ab 18.000 Euro – einmalige Projektkosten, keine Lizenz pro Mitarbeiter und Jahr, einschließlich der vollständigen Umsetzung durch die Automatisierungsberater von NodeMasters
  • Laufend: im Wesentlichen Ihre bestehenden Microsoft-Lizenzen. Je nach Vertrag können einzelne Funktionen ein Upgrade erfordern, etwa Power Apps oder Power Automate Premium bei Dataverse sowie Power BI Pro für die Empfänger des Dashboards. Die KI-Zusammenfassungen rechnen nach Verbrauch ab. Wir klären das mit Ihnen vor Projektbeginn, aber die Erfahrung zeigt: Diese Kosten fallen im Vergleich zum erzeugten Wert kaum ins Gewicht.
  • Felder, Verfahrensstände, Berichtsform und die Fristen des Quartalszyklus sind so gebaut, dass Ihr Team sie selbst pflegen kann. Lediglich strukturelle Änderungen berechnen wir nach Aufwand
Three NodeMasters co-founders (Thom, Steffen & Wolfgang) stood in a line in front of an exposed concrete background, dressed in sweaters and white shirts, smiling at the camera.

Eigene Ideen?

Gerne sprechen wir mit Ihnen über Ihre Digitalisierungsideen und entwerfen gemeinsam die nächsten Schritte.
Whether you're looking at AI & automation for the first time or need expert support with your existing technologies, we can help.